FAQ Wohnen und Corona

  • Ich kann ab dem nächsten Monat die Miete bei Ihnen nicht mehr bezahlen. Muss ich jetzt mit einer Kündigung rechnen?

    Ich habe meinen Nebenjob verloren und meine Eltern, die mich finanziell unterstützen, beziehen zurzeit Kurzarbeitergeld und können mich weniger unterstützen. Ich kann ab dem nächsten Monat die Miete für mein Einzimmerappartement beim Ihnen nicht mehr bezahlen. Muss ich jetzt mit einer Kündigung rechnen?

    Eine Kündigung ihres Mietverhältnisses müssen sie in dieser Situation allein aus diesem Grund nicht befürchten. Aber nehmen Sie unverzüglich Kontakt zum Studentischen Wohnen auf, damit nicht wichtige Fristen verstreichen!

    Unsere Wohnraumverwaltung ist zurzeit nur telefonisch oder per Mail erreichbar. Ihre Ansprechpartner(innen) finden Sie auch unter dem Kontaktlink. Melden Sie sich bei uns, wir finden mit Ihnen gemeinsam eine Lösung für ihr Problem!

    In der Regel gibt es Stundungsmöglichkeiten bei Ihrer Miete. Darüber hinaus könnten ggf. Wohngeld oder BAföG beantragt werden. Aufgrund der aktuellen Situation bestehen aber meist noch weitere Optionen, um eine finanzielle Unterstützung zu erlangen. Informieren Sie sich zum Beispiel bei unserer Sozialberatung.

  • Aktuell kann ich nicht nach Deutschland einreisen. Ist mein Mietvertrag weiterhin gültig? Kann ich den Mietvertrag fristlos kündigen?

    Ich bin Studierende/r im Ausland wollte ab dem Sommersemester 2020 mein Studium in Deutschland beginnen. Ich habe schon einen Mietvertrag mit Ihnen für ein Zimmer in einem Wohnheim. Aktuell kann ich nicht nach Deutschland einreisen. Ist mein Mietvertrag weiterhin gültig? Kann ich den Mietvertrag fristlos kündigen?

     Ja, der Mietvertrag ist weiterhin gültig. Nein, eine fristlose Kündigung ist in der Regel nicht möglich. Es gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Aber auch in diesem Fall sollten Sie unmittelbar Kontakt mit unserem Studentischen Wohnen aufnehmen, um Lösungsmöglichkeiten für eine gewünschte vorzeitige Aufhebung des Mietvertrages zu finden.

  • Kann ich mein Zimmer fristlos oder vorzeitig kündigen weil ich zurück in mein Heimatland möchte?

    Ich bin ausländische Studierende/r und habe wegen der Pandemie meinen Nebenjob verloren, mit dem ich mein Studium finanziere. Ich kann meine Miete nicht mehr bezahlen. Ich möchte so schnell wie möglich zurück in mein Heimatland reisen und mein Zimmer bei Ihnen aufgeben. Kann ich mein Zimmer fristlos oder vorzeitig kündigen?

    Grundsätzlich nein, es gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Aber auch in diesem Fall sollten Sie unmittelbar Kontakt zu unserem Studentischen Wohnen aufnehmen, damit diese mit Ihnen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten finden kann.

  • Muss ich meinen Vertrag kündigen, wenn ich zeitweilig zurück in mein Heimatland gehe?

    Ich bin eine Austauschstudentin aus dem Ausland und wohne im Studierendenwohnheim. Wegen der Pandemie habe ich mich entschieden, in mein Heimatland zurückzufliegen. Das ist eine ganz offizielle Entscheidung der Hochschule und mir. Aber leider geht mein Wohnheim-Vertrag bis Juli 2020. Also muss ich den Vertrag unterbrechen oder kündigen? 

    Gerne können Sie in Ihr Heimatland zurückreisen. Ihr Mietvertrag läuft noch bis zum angegebenen Termin weiter. Bitte informieren Sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studentischen Wohnen. Kündigen müssen Sie Ihren Mietvertrag dafür nicht.

     

  • Wie funktioniert mein Einzug?

    Sie erhalten Ihren Schlüssel von Ihrem Hausverwalter. Bitte melden Sie sich ca. 2 Wochen vor Ihrem Einzug telefonisch bei Ihrem Hausverwalter, um einen Termin zu vereinbaren. Treffpunkt für die Schlüsselübergabe ist Ihr zukünftiges Wohnheim.

  • Wie funktioniert mein Auszug?

    Bitte vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin mit Ihrem Hausverwalter. Hierzu beachten Sie bitte die im Mietvertrag/Allgemeinen Mietbedingungen genannten Fristen. Der Hausverwalter wird die Begehung alleine durchführen. Sie erhalten nach der Begehung ein Abnahmeprotokoll.

  • Kann ich in einer WG ohne Nachmieter/in ausziehen?

    Ich wohne in einer WG mit drei weiteren Mitbewohner/-innen bei Ihnen im Wohnheim. Kann ein Problem für meine Mitbewohner/-innen entstehen, wenn ich meinen Mietvertrag kündige?

    Leider ja, denn wir vermieten unsere WGs mit einem „Gesamtschuldnerischen Mietvertrag“, d.h. dass wir nur an alle Mieterinnen und Mieter zusammen vermieten und die Miete für alle zusammen einziehen. Daher sind Sie verpflichtet, eine(n) Nachmieterin oder Nachmieter zu stellen. WG-Castings können auch in der jetzigen Situation stattfinden: Mit weniger Interessenten, per Facetime … usw.

  • Ich habe einen Mietvertrag zum 01.04., kann aber wegen der Krise noch nicht einziehen, was nun?

    Ich habe einen Mietvertrag mit Ihnen ab dem 1.4.2020. Wegen der aktuellen Lage kann ich aber nicht umziehen. Mir werden dennoch zum 1.4.20 die Kaution und die Gesamtmiete von meinem Konto abgebucht. Das ist viel Geld für mich. Mittlerweile ist auch der Lehrbetrieb an meiner Hochschule ausgesetzt; wegen der Ausgangsbeschränkungen will ich vorerst keine Reisen zum Hochschulort unternehmen. Ich würde gerne eine Lösung finden, da ich trotzdem weiterhin interessiert bin, an der Hochschule Münster zu studieren, wenn sich alles normalisiert hat.

    Offiziell ist bisher der Lehrbetrieb an den Hochschulen ausgesetzt, und der Mietvertrag läuft bei uns noch mindestens bis zum 30.9.2020 (mit in der Regel regulärer Kündigungsmöglichkeit). Eine Aufhebung Ihres Mietvertrags ist nicht ohne Weiteres möglich. Setzen Sie sich unbedingt mit unserem Studentischen Wohnen in Verbindung, um eine Lösung zu finden.

  • Ich habe meinen Mietvertrag bei Ihnen gekündigt, will jetzt aber doch bleiben. Geht das?

    Mein Mietvertrag bei Ihnen endet zum 31. März 2020, da ich ausziehen/abreisen wollte. Wegen der aktuellen Lage bleibe ich nun doch auch zum Sommersemester 2020 am Hochschulstandort und studiere weiter, so gut es geht. Allerdings wurde mein Zimmer zum 1.4.2020 weitervermietet. Kann ich das Zimmer nun doch behalten? Oder bekomme ich zum 1.4.2020 ein anderes Zimmer? Kann ich in ein anderes Wohnheim umziehen?

    Wenn das Zimmer schon weitervermietet worden ist, können Sie nicht in Ihrem Zimmer bleiben, da für das Zimmer ein rechtsgültiger Mietvertrag existiert. Bitte bewerben Sie sich bei uns neu, und sprechen Sie nach Bestätigung Ihrer Bewerbung mit der zuständigen Sachbearbeiterin oder dem Sachbearbeiter des Studentischen Wohnens.

    Es kann gut sein, dass durch die Absage anderer Studierender noch Zimmer in unseren Wohnheimen frei sind. Ob allerdings eine nahtlose Belegung zum 1.4.2020 möglich ist – oder womöglich etwas später –, kann derzeit nicht garantiert werden.

     

     

  • Ich müsste eigentlich ausziehen, stehe aber jetzt unter Quarantäne. Was nun?

    Ich habe mein Einzimmerappartement bei Ihnen zum 31.3.2020 gekündigt und muss eigentlich nächste Woche ausziehen. Nun bin ich an Covid-19 erkrankt, oder ich stehe unter Quarantäne. Muss ich ausziehen?

    Nein. In dieser Situation, kann und wird kein Studenten- oder Studierendenwerk von Ihnen verlangen, dass Sie Ihr Appartement räumen! Auch jetzt gilt schon im Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers/Vermieters. Da alle Menschen aufgerufen sind, sich solidarisch zu verhalten und Kontakte drastisch zu reduzieren, kann der Mieter – auch zum Schutz anderer – nicht zum Auszug verpflichtet werden.

    Das gilt im Übrigen auch, wenn Sie in einer Wohnung oder einem WG-Zimmer oder zur Untermiete am freien Wohnungsmarkt wohnen.

  • Ich fühle mich krank und bin mir unsicher, ob eine Corona-Infektion vorliegt. An wen kann ich mich wenden?

    Sollten Sie grippeähnliche Symptome verspüren, wenden Sie sich bitte umgehend per Telefon oder E-Mail an Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117).

    Die Stadt Münster hat eine Hotline zum Thema Corona eingerichtet: Tel. 02 51/4 92-10 77 (Montag bis Donnerstag 8-18 Uhr, Freitag 8-13.30 Uhr, Samstag 10-14 Uhr)

    Für Gehörlose: Fax 02 51/4 92-79 27

    Für alle, die lieber schreiben als telefonieren, oder für den Fall, dass die Telefon-Hotline belegt ist, gibt es die E-Mail-Adresse corona@stadt-muenster.de.

    Sollten Sie bei der Abstimmung mit den Behörden, z.B. aufgrund sprachlicher Barrieren, Hilfe benötigen, unterstützen wir gerne! Bei vorsorglicher Quarantäne oder positivem Befund melden Sie dies bitte dem zuständigen Hausverwalter.

     

  • Mein(e) Nachbar/in / Mitbewohner(in) ist an Covid-19 erkrankt. Darf ich die Miete mindern?

    Nein. Die Erkrankung eines Mitbewohners oder einer Nachbarin stellt keinen Mangel der Mietsache und damit keinen Grund zur Mietminderung dar.

  • Muss ich den Hausmeister oder meinen Vermieter in meine Wohnung lassen, etwa für Wohnungsbesichtigungen oder Reparaturen?

    Ob der Hausmeister oder Vermieter Ihre Wohnung besichtigen darf, hängt von einer Abwägung des Eigentumsrechts des Vermieters mit dem Recht des oder der Studierenden auf Privatsphäre ab. Bei einer Pandemie ist zudem der Schutz des Mieters auf körperliche Unversehrtheit zu beachten und maßgeblich. Besichtigungen, die keinen dringend notwendigen Zweck verfolgen, müssen daher auf die Zeit nach der Pandemie verschoben werden. Bei notwendigen Reparaturen, zum Beispiel einem Rohrbruch, müssen Sie aber den Zugang zur Wohnung gewähren.

  • An wen kann ich mich mit meinen Sorgen und Ängsten wenden?

    Meine Studienfinanzierung ist weggebrochen, die Hochschule ist geschlossen, mein Wohnheimzimmer ist sehr klein, und ich kann mich nicht mehr mit Freunden treffen. Zusätzlich macht mir die Corona-Pandemie Angst. An wen kann ich mich mit meinen Sorgen und Ängsten wenden?

    Wenden Sie sich an unsere Sozialberatung. Mit den Beraterinnen können Sie anonym und kostenlos über Ihre Sorgen und Nöte sprechen, zur Zeit leider nicht persönlich, aber per Telefon oder online. Vereinbaren Sie einen Termin.

  • Ich bin internationaler Studierender und will mich über eine mögliche Heimreise informieren. Wo kann ich das tun?

    Bitte nehmen Sie, vor einer eventuellen Heimreise, Kontakt zu Ihrer deutschen Hochschule auf. Wenn Sie in unserem Studierendenwohnheim wohnen, nehmen Sie bitte auch Kontakt zu unserem Studentischen Wohnen auf.

    Das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung informiert laufend über aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise:

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

    Auch die Botschaft/das Konsulat Ihres Heimatlandes in Deutschland wird Sie informieren:

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/vertretungen-anderer-staaten

  • Allgemeine Infos zum Mieterschutz während der Corona-Pandemie

    Die Bundesregierung schützt Mieter*innen, Stromkunden und Kreditnehmer*innen vor den Folgen einer Corona-bedingten Zahlungsunfähigkeit. Kündigungen sind jeweils für drei Monate tabu.

    Mieter*innen, die wegen der Corona-Krise ihre Miete nicht zahlen können, müssen bis Ende Juni keine Kündigung befürchten. Das hat der Bundestag am Mittwoch beschlossen. Auch Strom- und Internetkunden, sowie Kreditnehmer*innen werden durch ähnliche Moratorien geschützt. Die Regelung betrifft sowohl die Mieter*innen von Wohnraum als auch Gewerbemieter*innen, wie zum Beispiel Handwerksbetriebe. Auch Pächter*innen, etwa von Gaststätten, können sich auf das Gesetz berufen.

    Kündigungsschutz bis Ende Juni

    Ministerin Lambrecht geht davon aus, dass es wegen der Coronakrise in vielen Fällen zu plötzlichen massiven Einbrüchen der Einnahmen kommt. Wenn Mieter*innen dann zwei Monate ihre Miete nicht mehr zahlen lönnen, dürften Vermieter*innsn ihnen normalerweise fristlos kündigen. Die Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung bei staatlichen Hilfen wie dem Wohngeld und bei den jetzt kommenden Sonderhilfsprogrammen könne aber länger als zwei Monate dauern, so die Überlegung von Lambrecht. Deshalb sollen Mieter*innen und Pächter*innen bis Ende Juni vor Kündigungen geschützt werden.

    Ursprünglich hatte Lambrecht sogar eine Frist bis Ende September geplant. Unions-geführten Ministerien ging das aber zu weit. Die Bundesregierung kann jedoch bei Bedarf die Frist per Verordnung bis Ende September verlängern. Mit Zustimmung des Bundestags ist sogar eine darüber hinausgehende Verlängerung möglich.

    Miete muss nachgezahlt werden

    Den Mieter*innen wird die Miete durch das Gesetz nicht erlassen. Nach Ende der Frist müssen sie diese in vollem Umfang nachzahlen. Auf der anderen Seite gibt es auch keine Härtefallklausel für Vermieter*innen. Wenn der Lebensunterhalt eines Vermieters durch den Zahlungsaufschub gefährdet ist, soll er aber nach „Treu und Glauben“ eine sofortige Mietzahlung verlangen können, heißt es in der Begründung des Entwurfs.

    Mieter*innen, die sich auf das Gesetz berufen wollen, müssen „glaubhaft machen“, dass ihre Zahlungsschwierigkeiten auf der Coronavirus-Epidemie beruhen. Sie können dies durch eigene eidesstaatliche Versicherung tun, aber auch durch Vorlage von Dokumenten wie Honorarabrechnungen.